Stellungnahme des Bauwende-Bündnis

Am 21. 3. 2019 hat das Bauwende-Bündnis eine Stellungnahme zum GEG veröffentlicht. Die zentrale Forderung:

Die Graue Energie in das GEG mit einbeziehen!

Das Bauwende-Bündnis wurde auf Initiative der BAUWENDE und vom natureplus e.V. zusammengebracht, um die Aufmerksamkeit auf die Umweltwirkungen der Herstellungsphase von Gebäuden zu lenken. Dies ist bitter nötig:
Die Herstellung von Baumaterialien für den Hochbau verursacht 11 % der globalen Treibhausgas-Emissionen und verursacht 6 % des globalen Energiebedarfs
Bei einem gut gedämmten Neubau (KfW55 oder besser) wird die Hälfte der über den gesamten Lebenszyklus benötigten Energie für die Herstellung und Entsorgung der Baumaterialien aufgewendet. Und das bei einem anvisierten Neubau von 1,5 Mio Wohnungen in den nächsten 5 Jahren.

Download der Stellungnahme

Download der Pressemitteilung


Stellungnahme zum Gebäude Energie Gesetz (GEG)

Ein Entwurf für ein Gebäude Energie Gesetz (GEG) wurde Anfang des Jahres 2017 zur Kommentierung bereitgestellt. Ein neuer Anlauf für ein GEG wird derzeit unternommen. Aus Sicht der BAUWENDE ist es höchste Zeit, dass nicht nur die Nutzungsphase von Gebäuden in einem solchen Gesetz adressiert wird, sondern auch die Erstellung der Gebäude unter Berücksichtigung des Energieverbrauchs und der Umweltbelastungen bei der Herstellung der Baumaterialien.
Des weiteren haben Gebäude das Potenzial als (temporäre) CO2-Senken zu dienen; sie fallen damit in den Bereich der Negative Emission Technologies (NET). Das für den Hausbau verwendete Holz und andere Materialien aus nachwachsenden Rohstoffen verlängern die Zeit bis der im Holz gebundene Kohlenstoff wieder als CO2 frei wird und tragen so zum Klimaschutz bei.

Diese und einige weitere Aspekte hat die BAUWENDE in einer Stellungnahme zum GEG zusammengefasst, die sie hier herunterladen können.

Bewertungskriterien für Klimaschutz und Ressourcenschonung bei der Gebäudeerstellung entwickeln

Die BAUWENDE entwickelt Kriterien anhand derer die Klimawirkung und die Ressourceneffizienz bei der Erstellung von Gebäuden bewertet werden kann. Diese werden sowohl die Klimaeffekte des Bauens adressieren als auch den Ressourcenverbrauch. Ziel ist es einen Katalog zu erstellen, der einfach und in der Breite angewendet werden kann und sich auf die Schlüsselelemente beschränkt.